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Mattenhof: Abriss angekündigt

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Mattenhof am Stadtrand

Der schöne Mattenhof an der Züricher Stadtgrenze soll abgerissen und durch vierstöckige Mehrfamilienhäuser ersetzt werden. Die Genossenschaft "Sunnige Hof" steigt auf den Verdichtungszug auf und stellt eine der letzten Ecken des traditionsreichen Gürtels Züricher Reiheneinfamilienhaussiedlungen den Baumaschinen zur Verfügung! - Macht Spass, oder? - Den Anwohnern bestimmt nicht, unsere schöne Heimat wird gekündigt, umgepflügt und für die Massentierhaltung vorbereitet. Was für eine Schande!
An dieser Stelle wird sporadisch über diesen Fall berichtet. - Klicken Sie unten auf "read more" um weiterzulesen. Kommentare sind erwünscht!

Die Leitung der Genossenschaft hegte diese Pläne seit längerem. An einer Informationsveranstaltung am anderen Ende der Stadt teilte diese Leitung den Genossenschaftern mit, dass es sich nicht lohnen würde, den Mattenhof zu renovieren und nannte eine astronomische Phantasiezahl, um dies zu belegen. Als Grund gab man hauptsächlich die Mauerrisse an, die vor 10 Jahren im Zuge des S-Bahnbaus entstanden, als der Grundwasserspiegel vorübergehend gesenkt wurde. Die Genossenschafter werden diese Schäden mit dem Rausschmiss, Zwangsumsiedlung und höheren Mieten bezahlen. Der Mattenhof wurde an der Informationsveranstaltung eine Stunde lang schlechtgeredet, man wunderte sich einmal mehr, weswegen es in der Schweiz und anderswo überhaupt bewohn- und  bezahlbare Gebäude gibt, die älter als 50 Jahre sind.

Der Plan

Das Areal mit 92 Mehrfamilienhäusern soll einer Überbauung mit 320 Mietwohnung und 80 MFHs weichen. Verdichtungsfaktor 4.5. Damit wächst die Genossenschaft substantiell und die Genossenschaftsleitung kann sich mehr Lohn geben.

  • Sommer 2010 - Start Architekturwettbewerb
  • Frühjahr 2011 - Abstimmung über den Planungskredit an der Genossenschaftsversammlung
  • Frühjahr 2012 - Abstimmung über den Baukredit
  • ca. anfangs 2013 - Abriss Phase 1
  • ca. anfangs 2014 - Umsiedlung in die Neubaukaserne aus Phase 1; Abriss Phase 2
  • ca anfangs 2015 - letzte Phase

Man wird das Gefühl nicht los, dass man als Genossenschafter nicht viel mehr als ein Salatkopf ist, der nach Belieben umgepflügt werden kann. Die "grüne" Stadträtin Genner hat noch im Dezember 2009 eilends den Mattenhof aus dem städtischen Garteninventar entlassen, eine Nacht- und Nebelaktion eines politischen Wendehalses. Seitens dieser Sorte "Grün" streitet man für genügend Auslauf für Freilandhühner, Menschen in Massentierhaltung ist normal. Von der Politik ist kaum etwas gescheites zu erwarten. - Es ist enttäuschend!

Wenn wir den Mattenhof retten wollen, dann nur mit einem Nein zum Planungskredit im Frühjahr 2011. Leider sind die zumeist betagten Genossenschafter und Genossenschafter, die an die Versammlung gehen, mehr am gratis Nachtessen interessiert als an der Zukunft einer der Siedlungen. Wenn wir für ein Nein genügend Stimmen wollen, müssen wir Genossenschafter erst noch aufwachen. - Wir hoffen darauf!

Last Updated ( Saturday, 25 September 2010 10:22 )  

Comments  

 
0 #1 Tom 2011-06-06 17:38
Nicht vierstöckig, sondern 7-geschossig wird im Mattenhof gebaut! - Der Dübendorferstrasse entlang von Süd nach Nord enge, Flachdach Reihenhäuser.
Quote
 

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